ENDE BIS ZAHL

Als Kinder lagen wir oft darüber im Streit, wer von uns am weitesten zählen kann. Der Schlusspunkt jenes Wettstreits war erreicht, als einer von uns die Behauptung aufstellte, „Ende bis Zahl“ zählen zu können.

„Ende bis Zahl“, der kindliche Versuch, das Unbegrenzte durch Einschränkung denkbar und damit erträglich werden zu lassen, hat nie aufgehört zu wirken, so der Künstler Florian Lang. Denn geht es um die Vorstellung von Raum, seiner Unendlichkeit und den Glauben, diese zu verstehen, sind wir alle Kinder geblieben. In seinen Arbeiten rückt er der Realität mit Skalpell und Klebstoff zu Leibe, persifliert sie – und fördert dabei die Unendlichkeit der Oberfläche zu Tage.


Allgemein beschäftigt sich der Künstler mit dem Menschen, seinen von ihm erschaffenen künstlichen Welten, seinem Inszenierungs- und Selbstinszenierungsdrang, dem Konsumverhalten, seinem Auftreten in Massen und seiner aus all diesen Faktoren resultierenden Realitätskonstruktion.
Seit Sommer 2008 hat sich sein Hauptaugenmerk von der Malerei stetig zur Collage hinentwickelt. Motive aus der Konsumwelt wurden früher malerisch in einem Bild zusammengeführt und werden nun mit einer Schere oder einer Klinge unmittelbar seiner ursprünglichen Aufgabe entrissen, um in seiner Arbeit eine neue Funktion zu erhalten.

Der Künstler liebt das Spiel Sein versus Schein und baut eine auf den ersten Blick realistisch wirkende Welt, deren konstruierte Künstlichkeit oft erst im Detail erkannt werden kann. Der irritative Moment spielt eine wesentliche Rolle. So wie unser Bewusstsein andauernd Eindrücke verknüpft, die physikalisch niemals miteinander koexistieren können, verbindet Florian Lang Dinge, die eigentlich nicht zusammenpassen und dennoch ergeben sie ein glaubwürdiges Bild.



CV

Florian Lang hat an der Akademie der bildenden Künste in Wien, der Glasgow School of Art und der Marmara Universität in Istanbul studiert.
2010 Diplom
Der Künstler lebt und arbeitet in Wien.

 

 

EINZELAUSSTELLUNGEN

 

2017 OHO Oberwart
2016 AA-Collection, Wien
Kulturzentrum Mattersburg
Arte Hotel Krems
2015 Schaufenster Galerie, Graz
2013 Kunstfabrik Groß Siegharts, Niederösterreich
2012 Galerie Suppan Contemporary, Wien
2011 KHG Graz
2010 Foundation Herz, Wien
2009 OHO, Oberwart
2008 DAS, Wien
2007 Galerie des Finanzministeriums Zagreb, Kroatien
2002 Time Gallery, London (GB)
2001 VIC, Glasgow (GB)
OHO (Offenes Haus Oberwart)

 

 

GRUPPENAUSSTELLUNGEN


2017 Landesgalerie Eisenstadt
2016 Partizán Art Studios and Gallery (Budapest/ Ungarn)
2015 Art Unanchored, Wien/ Bratislava

Artwalk, Groß Siegharts, Niederösterreich
2014 Kunst an der Grenze, Jennersdorf
2013 Artwalk, Groß Siegharts, Niederösterreich
2011 Galerie Schloss Parz, Grießkirchen,
Oberösterreich
2010 Landesgalerie, Eisenstadt
Galerie Suppan Contemporary, Wien
2009 Galerie Gecko, Solingen (Deutschland)
Landesgalerie, Eisenstadt
2008 Xànus Jànos Mùzeum Györ (Ungarn)
Landesgalerie, Eisenstadt
2007 Kunsthalle Szombathely (Ungarn)
Siebensterngalerie, Wien
2005 Museums Quartier, Freiraum (Wien)
2004 Jahresausstellung: Akademie der bildenden Künste Wien, kuratiert von Eva Maria Stadler
OHO (Offenes Haus Oberwart)
Projektraum Viktor Bucher (Wien)
2003 IG Bildende Kunst (Wien)

 


SONSTIGES


2015 Fotostrecke für Eva Blut Saison W 15/16
FM 4 Soundparkband des Monats Jänner mit dem Kunst-Band-Projekt Le Toy
2006 wurden 3 Bilder aus der Serie „beTrachten“ gestohlen

 

 

PREISE UND STIPENDIEN

 

2016 Förderpreis für bildende Kunst, Burgenland
2016 Kunstankauf, Burgenländische Kulturabteilung
2014 Ankauf, Kunstsammlung Claudio Cocca
2015 Tourförderung mit dem Band-Projekt Le Toy, Österreichi scher Musikfonds
2014 CD und Video Produktionsföderung für Le Toy, Österreichischer
Musikfonds
2009 Kunstankauf, Burgenländische Kulturabteilung

Förderpreis für bildende Kunst, Burgenland
2008 Förderpreis für Junge Kunst, Burgenland
2007 Kunstankauf, Burgenländische Landesgalerie
2002 Kulturpreis Landesregierung Burgenland